Verein für Schäferhunde und andere Rassen

Tierschutzverein Marsberg e.V.

Letztes Update: 23.04.2017
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Neu in der Tiervermittlung (23.04.2017):
mit "Anja", "Kezban"

Tiere anderer Vereine (19.04.2017):
mit "Balu"

Sonstige Informationen:
Bildergalerie "Luna und ihre Rasselbande"

Heim gefunden
In diesem neuen Bereich möchten wir Ihnen einige unserer vermittelten Tiere vorstellen.

 

Max

Update 22.4.2017

Max ist schon wieder in der Klinik. Einen Tag nach Ostern wurde er zum Notfall: Er hatte sein linkes Hinterbein ausgekugelt ! Am gleichen Tag (18.4.) wurde er wieder nach Bielefeld gebracht. Tapfer ertrug er die Autofahrt, ohne zu stöhnen oder zu fiepen, er humpelte auf 3 Beinen in die Klinik und ließ sich untersuchen. Er schaute uns mit einem tiefen Blick an, sehr ruhig und gefasst, es brach uns das Herz, ihn schon wieder in der Klinik zu lassen. Seine Hüftpfanne an der linken Seite ist so flach, dass ein Einrenken des Hinterbeines keinen Erfolg gebracht hätte, eine unbedachte Bewegung und die Kugel wäre wieder aus der Pfanne gesprungen. Wir entschieden uns zu einer Femurkopf-Resektion, dabei wird der Kopf des Oberschenkelknochens operativ entfernt. Die Muskulatur muss dann die Hüfte stützen. Max hat die erste OP an seinem Ellebogen gut überstanden. Wir hoffen, dass die erneute OP nun die letzte sein wird. Wieder eine riesengroße Belastung für den armen Hund.

Max so war sein Leben bisher - seine Geschichte:

Rumänien – ein Land, in dem ein Tier nicht zählt und ein kranker Hund nichts wert ist –

Max wurde in der Nähe einer Autowerkstatt ausgesetzt, vermutlich wurde er dort angefahren, doch niemand half ihm. Als er nicht mehr laufen konnte, er humpelte auf 3 Beinen, wurden Tierschützer auf ihn aufmerksam und retteten ihn, indem sie Max provisorisch an anderer Stelle unterbrachten. Operieren lassen konnten sie ihn nicht.

Wir wurden regelrecht angefleht, diesen Hund zu übernehmen. „Er sei so freundlich und müsste unbedingt zum Tierarzt“. Da ein tierärztlicher Eingriff eilte, wurde die Ausreise von Max schnellstens organisiert. Wir brachten Max in einer Hundepension unter und nahmen Kontakt mit einer Tierklinik in Bielefeld auf. Für die zu erwartende, schwierige OP brauchten wir einen Spezialisten.

Max wurde in Bielefeld operiert. Das CT zeigte einen Bruch am Ellebogen seines linken Vorderbeines.. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, wurde Knochenmark aus seiner Schulter entnommen und auf den Ellebogen übertragen. Außerdem wurden Drähte und Nägel zur Stabilisierung eingesetzt.

Nach seiner Entlassung kam Max zurück in die Hundepension von Kristina Peez und Mark Peine, die den ungestümen Hund nun zur Ruhe zwingen mussten, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden.  Max befindet sich noch in seiner Genesungsphase. Von Kristina kam der Hinweis, dass Max beginnt, sein Vorderbein wieder leicht zu belasten.

Der Schäferhundrüde zeigt einen umwerfenden Charakter. Hingebungsvoll legte er bei den Voruntersuchungen, die auch mit Schmerzen verbunden waren, seinen Kopf in unsere Hände. Max sucht neue Besitzer, die Verständnis für seine Situation zeigen und die ihn erziehen.

Unter der Rubrik „Helfen“ finden sie unsere Konto-Nr. – Für diese zweite Operation suchen wir Unterstützer für Max!

Bean fand ein neues Zuhause

„Ein 10 Jahre alter Schäferhundrüde, dessen Besitzer, ein Ehepaar, beide verstorben waren, ging als Hilferuf um die Welt“ nicht ganz, aber er ging durch Deutschland und das brachte dem Rüden doch tatsächlich ein neues Zuhause !

Bean, an ihn hatten wir schon gar nicht mehr gedacht. Er war von unserem Verein vor 7 Jahren nach Wuppertal vermittelt worden, in seinem neuen Zuhause hatten wir ihn besucht und seine netten Besitzer kennengelernt. Doch leider starb das Ehepaar vor seinem Hund und der fand sich plötzlich allein im Haus wieder, wurde von Nachbarn betreut. Das war natürlich kein Dauerzustand und mit Hilfe der Nachbarn suchten wir fieberhaft nach einer Lösung. Die sich natürlich so schnell nicht anbot.

Mit Unterstützung des Wuppertaler Tierschutzvereins „Pechtpfoten e.V“ fanden wir in der 1. Vorsitzenden eine tolle Hilfe. Vorübergehend musste Bean in einer Hundepension untergebracht werden. Es blieb allerdings nicht viel Zeit, um ein neues Heim für ihn zu finden.

In der Pension war er sehr unglücklich, er bellte viel vor Verzweifelung.

Nun wurde alles mobilisiert, was möglich war: Zeitungen berichteten, Bean wurde über facebook verteilt, er befand sich nicht nur auf unserer HP sondern als Hinweis auch bei vielen anderen Vereinen, es fand eine Berichterstattung über den lokalen Wuppertaler-Rundfunksender statt, über die WESTFALENPOST in Brilon …… und, und, und, Hinweise und Anfragen kamen ohne Ende. Bald konnten nicht mehr alle Anrufe auf dem Anrufbeantworter beantwortet werden und wir bitten um Entschuldigung, falls nicht jeder erfahren konnte, wo Bean denn nun seine neue Heimat gefunden hat.

Seine neue Heimat ist nun in Datteln, und so freudig, wie er 7 Jahre lang war, genauso freudig ist er in Datteln eingezogen und becirct nun seine neuen Menschen mit seinem Charme. Es gab kurz nach seinem Einzug einen kleinen Rückfall, plötzlich hatte er Schwierigkeiten beim aufstehen und laufen, aber ein sofortiger Tierarztbesuch und die entsprechenden Medikamente brachten Besserung. Seine neuen Besitzer fanden ihn sogar einmal auf der Couch, und wenn er das schon wieder konnte ! Manchmal läuft er recht zügig, mttlerweile auch wieder allein, ohne irgendeine Stütze, er kann ebenerdig aus dem Haus in einen großen Garten, der Zugang wurde für ihn als Rampe angelegt.

Inzwischen hat er auch den Rest der großen Familie kennengelernt, die alle in sozialen Berufen tätig sind und hier finden wir sicher auch die Motivation, dem alten „Herrn“ noch einmal eine große Stütze für seinem Lebensabend zu sein und auch die Bereitschaft, Veränderungen in Kauf zu nehmen, falls der Umgang mit seinem Bewegungsapparat schwieriger wird, aber dafür gibt es dann Hilfsmittel. Einen älteren Hund zu übernehmen, der bereits gewisse Schwierigkeiten hat und Rücksicht erfordert, ist das Größte, dass man einem Tier zukommen lassen kann und wir haben großen Respekt vor den neuen Besitzern, die sich das zutrauen. Für sie und Bean ist jeder Tag kostbar und wir hoffen, dass es noch viele Tage werden !

Zumal seine Vergangenheit in seinen ersten 3 Lebensjahren geprägt waren von vielen Demütigungen für den Hund, Schläge und Tritte waren an der Tagesordnung, sein Leben musste er auf einem Balkon verbringen. Bean hat in den letzten Wochen viele Herzen bewegt und viele Menschen gedanklich beschäftigt. Bei uns stand das Telefon nicht still. „Lieber Bean, wir haben das zweite Mal alles für Dich getan, um Dein Leben wieder lebenswert zu machen. Hab noch eine schöne Zeit in deiner neuen Familie !“

Vielen Dank an alle, die helfen wollten !

 

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