Verein für Schäferhunde und andere Rassen

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Stina – ihr Leben ist zu Ende

18.10.2014
An diesem Tag wurde Stina von einer schweren Magen-Darminfektion erlöst. Tierärztliche Behandlungen haben ihr nicht mehr geholfen. Stina ist alt geworden, niemand wusste, wie alt. Seit 2012 wurde Stina in ihrer privaten Pflegestelle umsorgt.

Das war Stina`s Leben zuvor:

Eingesperrt in einer Hundebox, 2 Monate lang, musste die Schäferhündin aushalten, bis dass Rettung kam. Ihre Besitzerin aus dem Sauerland hatte die ältere Hündin aus der Verwandtschaft übernommen. Da in der kleinen Wohnung auch noch 4 Katzen herumliefen, die Hündin aber Kontakte zu Katzen ablehnte, wurde sie kurzerhand in eine Hundebox gesperrt. Als unser Verein per Telefon über diese unmögliche Situation unterrichtet wurde, haben wir alles in Bewegung gesetzt, damit die Hündin aus der Box heraus kam, zumal ihre Besitzerin für einige Tage abwesend war und angeblich ein Nachbar die Hündin versorgen würde.

„Ich habe noch nie an einem Samstagabend soviel herumtelefoniert. Habe stundenlang nach Ansprechpartnern gesucht, welche die Hündin übernehmen konnten, zumal bei uns alle Stellen besetzt waren. Schließlich gelang es mir, eine Pflegestelle für „Stina“ zu finden und gleich am nächsten Tag konnte Stina ihr kleines Gefängnis verlassen.“

Der zweimonatige Aufenthalt hatte Folgen.

Stina konnte kaum laufen, sie konnte nur im Liegen fressen, weil sie sich nicht auf den Beinen halten konnte. Sie lag nur, kratzte sich ständig, zeigte starken Flohbefall. Angeblich hätte sie eine Futtermittelallergie, dabei waren Flöhe die Ursache. Beide Ohren sind stark entzündet, aus dem rechten Ohr lief der Eiter heraus. Der Tierarzt: Das Ohr stank zum Himmel! Ein Ohr ist hochgradig zugeschwollen. In Kopfnähe durfte sie nicht berührt werden. Sie zeigte grosse Schmerzen, lief nur mit aufgekrümmtem Rücken. Am Schulterblatt und Oberschenkel hat sie kaum Muskulatur. Ein entsetzliches Bündel Hund. Der Gedanke, dass dieses kranke Tier unter unvorstellbaren Schmerzen, kratzend in der beengten Hundbox saß, ist kaum zu ertragen.

Stina bekommt jetzt jede Hilfe, die sie braucht. Ein Tierarztbesuch ist schon erfolgt, ein weiterer steht in dieser Woche an. Gefüttert wird sie mit vielen kleinen Portionen, auch muss sie wieder laufen lernen. Mit 5 Minuten Bewegung wurde angefangen. Inzwischen läuft sie zwischen 15 und 20 min., dann legt sie sich wieder hin, weil es ihr sonst zuviel wird. Aber eines Tages wird sie es schaffen, dann wird sie herumrennen und wenn sie verträglich ist, auch mit ihren Hundekollegen. Sie darf in unserer Pflegestelle bleiben, bis dass sie wieder ganz gesund ist und natürlich hoffen wir auch noch auf ein Zuhause für diesen Hund, der so viel leiden musste. Wir hoffen auf ein Zuhause, in dem sie noch einmal ein glückliches Hundeleben führen kann.

Es ist für uns selbstverständlich, uns solcher extremer Fälle anzunehmen, denn wir wissen, dass uns geholfen wird, wenn wir Schicksale, wie das von Stina, veröffentlichen.

 
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