Verein für Schäferhunde und andere Rassen

Sonstige Informationen:

Tierschutz ohne Grenzen – Unser unvergesslicher Maks - Seron, Tiara und Viola fanden ein neues Zuhause

Am 22.3. nahmen wir Maks auf. Er wurde uns von einem anderen Tierschutzverein übergeben mit dem Hinweis, dass er traurig sei und sich aufgeben würde.

Der äußere Zustand des Hundes war katastrophal, zudem litt er an einer massiven Ohrenentzündung beidseitig. Wir haben die Tierärztin direkt in die Hundepension bestellt zu einer ersten Untersuchung. Aber der Hund musste in die Praxis. In Narkose mussten seine Ohren untersucht, gespült und behandelt werden. Ein riesiger Polyp hatte sich in einem Ohr entwickelt, der durch Lasereinsatz entfernt wurde. Die Zähne wurden gereinigt, ein gespaltener Zahn wurde gezogen. Die Hüfte wurde geröngt und leider ein Ergebnis auf der linken Seite festgestellt. Hier muß mit einer Goldakupunktur geholfen werden. Maks zeigt keine Schmerzen, auch nicht an seinem rechten, hinteren Bein, denn das stellt er leicht nach außen. Er muß wohl einen unbehandelten Kreuzbandriß gehabt haben. Verbessert werden kann hier nichts mehr, aber es scheint, als wenn ihn nichts stören würde. Es wurde auch Blut für einen Mittelmeerscheck abgenommen. Auf das Ergebnis warten wir noch.

Update 30.04.2014:
Der Mittelmeerscheck für Maks ist negativ. Seine Ohren müssen weiterhin behandelt werden. Durch die Rettung aus Serbien wurde aus Maks ein glücklicher Rüde. Mehr Liebe kann ein Hund nicht zeigen, am liebsten würde er uns den ganzen Tag nur küssen. Maks läuft sehr gut an der Leine, am liebsten zusammen mit anderen Hunden, unsere Hündinnen liebt er. Sein Charakter könnte nicht besser sein, der Rüde ist einfach nur Klasse.

Update 25.10.14:
Unsere 4 Schäferhunde aus Serbien – Seron – Tijara – Viola und Maks

Seron – Von ihren Besitzern als Welpe an einem Baum aufgehangen -

Seron lebte in einem kleinen Käfig in einem Tier-Asyl in Serbien, 2 Jahre lang auf engstem Raum, ohne Kontakt zur Außenwelt und nur notdürftig versorgt. Sie wurde als Welpe hängend an einem Baum aufgefunden und gerade noch rechtzeitig entdeckt, abgeschnitten und in eine Klinik gebracht. Danach wurde sie in einem staatlichen Asyl untergebracht.  Fotos und Informationen aus diesem Asyl waren grauenhaft. Während wir noch überlegten wegen der Aufnahme von Seron und 3 weiteren Schäferhunden, drangen eines Nachts Jäger in das Asyl ein und meuchelten viele Hunde nieder. Danach waren wir voller Aufregung. Als feststand, dass unsere Schäferhunde noch lebten, wurde sofort die Aufnahme für alle 4 Hunde geplant. Seron kam klapperdürr bei uns an, wir nennen sie Spitzmaus, denn sie hat eine auffallend lange Schnauze. Ihren Unterbiss behandelte unser Tierarzt, ein Zahn musste verkürzt werden, da er in den Oberkiefer drückte. Im Labor wurde eine Mittelmeererkrankung festgestellt, die ebenfalls behandelt wurde. Seron ist sehr lieb, sie leckt uns die Hände, sie sehnt sich nach menschlichem Kontakt. Am 17.8. wurde sie in der Sendung TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE vorgestellt. Im September fand sie ein neues Zuhause in Norddeutschland.

Seron noch im stattlichen Asyl in Serbien Seron lebt jetzt in Norddeutschland –
Durch TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE fand sie ihre Familie

Von den anderen drei Schäferhunden konnte Tijara sehr bald von uns vermittelt werden. Tijara muss nicht lange im Asyl gelebt haben, denn sie befand sich in einem guten Zustand.

Tijara im staatlichen Asyl in Serbien Tijara in ihrem neuen Zuhause

Bewusst haben wir uns auch für die Aufnahme der 10 Jahre alten Viola entschieden. Sie war die älteste unter den 4 Schäferhunden und total vergammelt. Mit 3 Jahren wurde sie in einem kerkerartigen Raum eingesperrt, über 7 Jahre lang. Sie hatte nie Gras unter ihren Pfoten, sie spürte nicht die Sonne, den Regen und den Wind, sie lebte nicht mehr, sie existierte nur noch. Ihre schlimmen Hautkrankheiten und ihre Ohrenentzündungen musste sie ertragen, kein Tierarzt hat ihr beigestanden um die Schmerzen zu lindern. Ihr Trommelfell ist auf beiden Seiten zerstört. Erst bei uns wurde sie mit einem unglaublichen Aufwand in der Praxis unseres Tierarztes in Narkose untersucht. Hunderte von Zecken krabbelten aus ihrem stark verfilzten Fell, ihr Zustand ist nicht in Worte zu fassen. Bei ihrem Anblick konnte man nur noch weinen.

Und heute ? Lebt sie als Pflegehund in einer Familie. Wir tragen die Kosten für ihre Gesundheit. Sie ist körperlich so heruntergekommen, dass regelmäßig der Tierarzt aufgesucht werden muss. Viola fand Paten in Norwegen, die sie auch unterstützen. Wir würden uns freuen, noch weitere Paten für Viola zu finden.

Viola im Asyl – 7 Jahre lang in ihrem Kerker Soviel Freude nach ihrer Rettung:
Viola in ihrer privaten Pflegestelle

Die unglaublichen Leiden von Maks im Asyl

Er war der 4. der serbischen Schäferhunde.
Maks war noch nicht alt. Vielleicht 5 Jahre, wer weiß das schon so genau. Und wenn das jemand geschockt hat, dass ihm der Eiter und das Blut aus den Ohren lief, uns nicht, denn Maks brauchte dringend Hilfe.  Er kam zu uns, schüttelte unentwegt den Kopf, zeigte starke Schmerzen, seine Ohren sahen fürchterlich aus, der ganze Hund war ein Häufchen Elend, das Fell verfilzt, er stank erbärmlich und war dabei so freundlich. Wir könnten jetzt 5 Seiten nur über Maks schreiben. Wir versuchen die Geschehnisse, die dann folgten, etwas einzugrenzen. Bei Maks stellte sich im rechten Ohr ein bösartiger Tumor heraus (Ceruminaldrüsentumor), der zweimal durch unseren Tierarzt entfernt wurde und zweimal sehr schnell wieder kam. Als letzte, lebensrettende Möglichkeit kam nur eine Operation, die Herausnahme des Innenohres, in Betracht. Maks wurde in eine Tierklinik bis nach Hofheim gebracht, dort sollte die komplizierte OP von Spezialisten vorgenommen werden. Wir waren traurig, als Maks in Hofheim nicht geholfen werden konnte. Der Tumor befand sich inzwischen in einem inoperablen Zustand. Wir mussten den Hund, nachdem er im CT untersucht wurde, wieder abholen. Danach befassten wir uns intensiv mit alternativen Heilmethoden. Wir unterhielten uns mit Tierärzten und Laboren, schilderten die verzweifelte Situation von Maks, denn es ging um Leben und Tod. Maks lief die Zeit davon. Als erstes wurde die Ernährung umgestellt. Maks erhielt speziell auf ihn abgestimmte Medikamente aus der Naturheilmedizin. Wir setzten uns mit der heilenden Wirkung der Laserbestrahlung auseinander und entschieden uns für eine Photodynamische Laser-Therapie, die auch in der Tumorbehandlung eingesetzt wird, fanden aber keinen speziell ausgebildeten Tierarzt, der Maks zeitnah behandeln konnte.

Maks in Serbien im Asyl – einer staatl. Einrichtung Maks nach seiner Rettung aus dem Asyl in Serbien

Als weltweit führender Experte auf dem Gebiet der Lasertherapie gilt Dr. med. Michael Weber. Er ist der Bruder eines Vereins-Mitglieds. Dr. Weber befand sich jedoch zu der Zeit in China. Der ernste Zustand von Maks, ihm eindringlich in e-mail mit aussagekräftigen Fotos vor Augen geführt, veranlassten den Humanmediziner und Tierfreund, unseren Maks nach seiner Rückkehr in der Praxis unseres Tierarztes kostenlos zu behandeln. Nach der Behandlung hatten wir einen schmerzfreien Hund, der kräftig an der Leine zog, der uns lebensfroh und temperamentvoll auf den Spaziergängen begleitete. Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt zeigten ein tumorfreies Ohr. Seine Blutwerte waren hervorragend. Maks hatte es geschafft, glaubten wir.

Maks während der Laser-Behandlung in der Praxis unseres Tierarztes
-Danach ging es Maks sehr gut - der Tumor im Ohr löste sich komplett auf
Die Laserbehandlung - die den Tumor im Ohr vollkommen beseitigte Maks - wir konnten sein Leben nur verlängern und ihm die Schmerzen nehmen. Für viele Monate gaben wir ihm die Lebensfreude nach dem schrecklichenAufenthalt im Asyl zurück. Wir werden ihn nie vergessen !

September 2014:
Eines Tages fiel eine gesundheitliche Veränderung auf, Maks hatte Fieber, sein Zustand schien ernst zu sein.
Ich befand mich zu der Zeit für eine Woche im Urlaub und erhielt die Nachricht im Ausland. Beim Tierarzt erhielt Maks Infusionen, eine erneute CT-Untersuchung sollte erfolgen. Mein Urlaub war dahin, ich dachte nur noch an Maks, befand mich in allergrößter Sorge. Kurz vor meiner Abreise war aufgefallen, dass Maks abmagerte. Ich wäre niemals weggefahren, wenn ich geahnt hätte, dass ich ihn nicht wiedersehen würde. Die Abklärung im CT ergab einen Tumor im Gehirn. Die Abmagerung war ein Warnsignal. Fett und Muskulatur wurden vermehrt abgebaut, der Krebs hatte sich in seinem Körper ausgebreitet. Sein Leben war zu Ende. Nach sieben Monaten aufwendiger Fürsorge in der Pension und nachdem Ärzte um sein Leben kämpften. Dieses ohnmächtige, verzweifelte Gefühl, sich im Urlaub zu befinden, nicht zur Stelle zu sein, während einer unserer Hunde stirbt, ist unbeschreiblich und seelisch kaum zu verkraften.

Ich wollte Maks in diesem Winter zu mir nach Hause holen, zu meinen beiden Hündinnen, die er so sehr liebte. Zu seinen Lebzeiten sollte es nicht sein, nur seine Asche befindet sich jetzt in meinem Garten.

Maks – einige Wochen vor seinem Tod

Elke Heinemann, 1. Vors.
Tierschutzverein Marsberg e.V.

 
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