Verein für Schäferhunde und andere Rassen

Sonstige Informationen:

Kleine Schäferhündin Imme mit einem Herzfehler - Eine Operation hat ihr geholfen

Der kleine, 8 Wochen alte Welpe wurde mit einem Herzfehler geboren (medizinisch Ductus Botalli). Wir erfuhren von der Kleinen, als wir uns in der Praxis unseres Tierarztes aufhielten und das Hündchen auf dem Arm ihrer Besitzer sahen. Eine Operation war von deren Seite nicht vorgesehen.

 

Wir erklärten uns bereit, die kleine Hündin in unsere Verantwortung zu übernehmen und sie operieren zu lassen. Dieses Krankheitsbild hatten wir zum ersten Mal. Wir ließen uns von den Tierärzten ausführlich erklären, wie die OP verlaufen würde und wie groß die Chancen wären, dass die Hündin die OP überlebt. Wir haben nicht einen Moment daran gezweifelt, dass die OP nicht gut ausgehen würde.

Zwei Tage später wurde der Schäferhundwelpe operiert.

 

Wenige Tage später war sie schon ganz lebhaft, flitzte durch die Praxis und sah lustig aus in ihrem blauen Body. Es war ein tolles Gefühl, die Hündin so munter zu sehen. Bis zum Fäden ziehen wird sie noch in der Praxis unseres Tierarztes bleiben. Alle Mitarbeiter kümmern sich rührend um den Hund.

Am Montag, dem 28.7., bringen wir sie in eine Pflegestelle, in der sie einen kleinen Rüden kennen lernt, der nur 2 Wochen älter ist. Wir haben sie „Imme“ genannt. Nach Aussage unseres Tierarztes, der übrigens eine klasse Arbeit geleistet hat, wird sich Imme normal entwickeln und auch normal belastbar sein.

Für Imme wird ein neues Zuhause gesucht.

Info zum angeborenen Herzfehler Ductus Botalli:

Von einem persistierenden Ductus arteriosus (botalli) spricht man, wenn  sich nach der Geburt die Verbindung zwischen Aorta und Pulmonalarterie nicht verschließt. Diese Verbindung sorgt während des Wachstums in der mütterlichen Gebärmutter dafür, dass die Lunge nur von wenig Blut durchströmt wird. (Sauerstoffaustausch erfolgt ja über das Blut bzw. die Lunge der Mutter) Nach der Geburt verschließt sich normalerweise dieser Ductus, geschieht dies nicht, so wird aufgrund eines Blutdruckunterschiedes zwischen Lungenarterie und Aorta bei jeder Herzkontraktion viel Blut aus der Aorta in die Pulmonalarterie fließen und dann sofort wieder zum linken Herzen transportiert. Die Lunge, der linke Vorhof und die linke Herzkammer sind deutlich mit Blut überladen. Langfristig sind die Hunde nicht leistungsfähig und das Herz ermüdet schnell. Durch Unterbindung dieses Ductus werden die beiden Kreisläufe (Körperkreislauf und Lungenkreislauf) getrennt und die Tiere haben in der Regel eine völlig normale Lebenserwartung und keine weiteren Beeinträchtigungen.

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