Verein für Schäferhunde und andere Rassen

Sonstige Informationen:

Hoffnung für Blade

Der junge, erst 1 Jahr alte, graue Schäferhundrüde „Blade vom dunklen Zinober“ wurde unserem Verein als Autist beschrieben. Er würde Auffälligkeiten beim laufen zeigen und auch sonst würde etwas mit ihm nicht stimmen. Bevor wir den Rüden aufnahmen, wechselte der 5 mal den Besitzer und vegetierte über viele Monate im Zwinger dahin. Vorgesehen war der große, wunderschöne Rüde vermutlich für die Hundezucht. Doch er enttäuschte seine jeweiligen Besitzer, weil er kaum Interesse an seiner Umwelt zeigte was zur Folge hatte, dass sich nicht mehr mit ihm befasst wurde und er im Zwinger verkümmerte. Auch muss er nicht mehr regelmäßig gefüttert worden sein, denn bei seiner Abgabe an uns war er stark abgemagert. In seiner letzten Familie befand er sich nur wenige Tage. Die war es dann auch, die den Hund nicht untergehen lassen wollte, die sich an uns wandten mit der Bitte um Hilfe. Ohne wenn und aber haben wir sofort zugesagt, zu unterstützen und dem Rüden einen Pensionsplatz anzubieten zumal Herr May von der Hundepension May Dog uns voll unterstützte. Am 14.2.14 kam Blade zu uns.

Sobald uns ein Tier übergeben wird, reagieren wir sofort um alle in Frage kommenden Krankheiten abzuklären. Insbesondere bei Tieren aus dem Ausland gibt es nichts wichtigeres, als umgehend eine tierärztliche Untersuchung vornehmen zu lassen verbunden mit einer Blutentnahme. Auch wenn ein Tier offensichtlich gesund erscheint, können trotzdem eine oder mehrere. Mittelmeererkrankungen vorliegen. Ob das der Fall ist, kann nur in einem Labor festgestellt werden. Familien, die ein Tier aufnehmen, sind oft nicht informiert, sie sollten aber durch den Verein, der das Tier abgibt, aufgeklärt werden. Zum Nachteil der Hunde und der zukünftigen Besitzer werden in einer großen Vielzahl die Tiere im Internet gehandelt. Viele Tiere sind krank, und niemand merkt es,

Diese Frage stellte sich allerdings nicht bei Blade, denn er stammt von einem deutschen Züchter. Der junge Rüde wurde von uns dem Tierarzt vorgestellt und einem ganzen Programm von Untersuchungen unterzogen: Röntgen, Blutentnahme und Ultraschall. Im Ergebnis wurde nichts gefunden, so verstärkte sich die Annahme, dass die Ursache seines auffälligen Verhaltens in einer neurologischen Erkrankung liegen könnte. Auf unsere Anfrage bekamen wir sofort einen Termin in der Tierklinik Lüttgenau und Flaig in Bielefeld. Untersuchungen in der Klinik bestätigten den Verdacht einer neurologischen Erkrankung. Ein MRT (Magnetresonanztomographie), ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung des Gehirns, zeigten bei Blade eine Veränderung. Die Tierärzte sind sich aber einig, dass Blade mit dieser Veränderung leben kann und n i c h t eingeschläfert werden muss. Es handelt sich um einen ganz außergewöhnlichen Befund, um eine Erkrankung, die sehr selten vorkommt und die entweder angeboren und durch einen Unfall erworben wurde.

Blade in der Tierarztpraxis

Blade, der nie etwas kennen gelernt hat, zeigt viel Vertrauen. Seitdem er nicht mehr im Zwinger eingesperrt ist, eröffnen sich ihm viele schöne Dinge, wie spazieren gehen, Zuwendung, Kontakt zu anderen Hunden und wichtig, einen gefüllten Futtertopf vorzufinden. Der Rüde ist tapsig wie ein Welpe, gegenüber allem Neuen offen und interessiert. Es macht sich auch bemerkbar, dass er jetzt körperlich und geistig gefordert wird. Er hat großen Nachholbedarf, dazu braucht er Menschen, die ihm helfen in seinem Alltag zurechtzukommen.

Wir bemühen uns um außergewöhnliche Tierschicksale, den Berg an Tierarztkosten können wir nicht allein abtragen, deshalb die große Bitte, uns zu unterstützen:

Konto 40923 – BLZ 476 501 30 – Sparkasse Paderborn-Detmold – Empfänger: Tierschutzverein Marsberg e.V. - Kennwort: Blade

Wir danken herzlich im Namen von Blade.

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