Verein für Schäferhunde und andere Rassen

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28.07.2013
Unsere Sorgen um MAX


Max am Tag seiner Ankunft

Allmählich schenkt er uns Vertrauen –
Fotos „vor“ seiner Blasenoperation

Max in der Klinik

Selten fühlten wir uns so hilflos wie bei Max, der uns vor unlösbare Probleme stellt.

Wir wissen nicht mehr weiter.

Am 23.4.2013 kam Max zu uns.
Max sahen wir auf einem Foto, er befand sich auf der Insel Kreta, sehr ernst sah er in die Kamera. Wir informierten uns über Hundehaltung auf Kreta und erfuhren von schlimmen Verhältnissen, in denen sich Tiere befinden. Wir erfuhren von dem Schicksal der Barrel-Hunde, die an Fässern angekettet die Felder in einsamen Lagen bewachen müssen. Oft ohne Nahrung und noch schlimmer, ohne Wasser und die nur Schutz vor glühender Sonne in ihren Fässern finden.
Davor wollten wir Max bewahren.

Bereits nach seiner Ankunft verhielt sich Max sehr merkwürdig.
Er lief mit gekrümmtem Rücken, blieb oft stehen, schaute bewegungslos in die Luft, die anderen Hunde interessierten ihn nicht. Es wurde zunächst angenommen, dass er nicht richtig sieht, dass er vielleicht einmal einen Schlaganfall durchstehen musste usw. Bald darauf wurde Max von den anderen Hunden gemobbt, daraufhin brachten wir ihn in eine andere Hundepension , in der die Tiere einzeln gehalten werden.
Max zeigte Auffälligkeiten im Gangbild, dann wurde wieder spekuliert, dass er nicht richtig sieht, wir befanden uns im Unklaren.
Eine Woche später ließen wir sein Blut gründlich untersuchen, auch auf Neosporose und Toxoplasmose, die Untersuchungen blieben ohne Befund.

3 Wochen nach seiner Ankunft bei uns trat ein großer Zufall ein.
Wir führten ihn aus, Max lief freudig mit, auffallend: Er pinkelte alle paar Meter nur wenige Tröpfchen. Am Ende des Weges fiel mir Blut auf.

Durch unsere Erfahrung mit dem Krankheitsgeschehen des Rüden Barni hielten wir es für möglich, dass auch bei Max ein Harnröhrenverschluß vorliegen könnte, sodass wir am Tag darauf sofort zum Tierarzt fuhren.
Unsere Annahme bestätigte sich, noch am gleichen Tag wurde bei Max eine Not-Operation vorgenommen. Die Blasensteine waren nicht zu entfernen, bei Max musste ein künstlicher Ausgang für die Harnröhre gelegt werden, auf normalem Weg konnte er seine Blase nicht mehr entleeren.
Der Klinikaufenthalt dauerte 3 Wochen. Es stellten sich starke Blutungen ein, der Heilungsprozess nahm viel Zeit in Anspruch. Nach der OP haben wir ihn einmal besucht, danach schrie er 2 Stunden lang ! Ein weiterer Besuch wurde nicht mehr zugelassen. Er regte sich ständig so sehr auf, dass die behandelnde Tierärztin bei Max von „Todesangst“ sprach und einmal sogar überlegte, ihn in ein künstliches Koma zu legen.

Es kam der Tag, an dem wir ihn wieder abholen konnten. Er trug seinen großen Kragen, an den er sich bereits gewöhnt hatte. Alle paar Tage musste er zur Nachuntersuchung. Bis dass die Fäden gezogen werden konnten, dauerte es länger als normal und bei jedem Tierarztbesuch musste Max in Narkose gelegt werden, denn er ließ sich nicht anfassen, reagierte mit Aggressivität.
Allerdings wurde „vor“ jeder Narkose zunächst die Beruhigungsspritze gesetzt. Max hat sich immer nur gewehrt, jede Behandlung war eine Tortur für ihn und mit sehr großen Ängsten verbunden. Vermutlich glaubte er, es ginge um sein Leben.

Wir waren nach überstandener Operation der Meinung, dass die Auffälligkeiten des Hundes seinen Schmerzen zuzuordnen seien und es mit Max wieder aufwärts gehen würde.

Er trug noch seinen Kragen, weil der Heilungsprozess so andauerte, als ich mit ihm spazieren gehen wollte und ihm dazu den Kragen abnahm. Ich beugte mich über ihn, um den Knoten zu lösen, was eine Weile in Anspruch nahm, dann zog ich ihm den Halskragen über den Kopf um mit ihm zu laufen. Max sprang an der Leine hoch, sehr hektisch, dabei liefen wir vorwärts. Er wurde immer hektischer, wir waren vielleicht erst 15 m von der Pension entfernt, er sprang immerzu hoch. In seiner Hektik packte er mich in den linken Ärmel und zog daran, ich hielt ihn mit rechts, um dann unmittelbar mich unten in das linke Hosenbein zu packen, daran zerrte er dann wie verrückt und ging mir anschließend in den linken Fuß, zerfetzte mir den Schuh (leichter Turnschuh) und hinterließ einige Wunden an meinem Fuß, sodass ich anschließend in die Ambulanz musste. Es waren aber nur „Hackwunden“, er hat nicht richtig zugebissen.

Ich schrie laut um Hilfe, der Pensionsinhaber kam mir entgegen, da befand ich mich schon wieder auf dem Rückweg, Max lief „normal“ neben mir her, er hatte sich beruhigt.

Meine Einschätzung des Geschehens war folgende:
Ich hatte mich über ihn gebeugt, ihn bedrängt, viel zu lange an dem Band des Kragens herumhantiert und ihn dadurch in Panik gebracht.

Daraufhin bin ich nicht mehr mit ihm gelaufen.
Das übernahm jetzt meine Freundin.

Zunächst gab es keine Probleme.

Ich muss dazu bemerken, dass es sich beim Laufen um Feldwege handelt, ohne Reizsituationen, nur Natur und Ruhe.

Meine Freundin ist sehr ruhig und gelassen, sie kannte auch die Attacke auf mich.
Ca. 14 Tage nach dem „Angriff“ auf mich passierte ihr dasselbe.
Der gleiche Vorgang, das gleiche Schema. Erst die linke Hand, dann das linke Bein bzw. Fuß.

Anmerkung:
In der ersten Pension fiel auf, dass er sich auf die Füße der ihn betreuenden Personen fixierte, worauf eine Mitarbeiterin ihn nicht mehr betreuen wollte.

Wir besprachen die Vorgänge mit unserem Tierarzt.
Am 9.7. fuhren wir mit Max in eine Tierklinik zum MRT und ließen auch eine Gehirnwasseruntersuchung vornehmen.

Wir hatten uns gut überlegt, wie wir die Abwickelung bis zur Narkose handhaben wollten. Das ist mit Max ja nicht so einfach, da muß jeder Handgriff sitzen.

Wir nahmen seinen großen Halskragen mit, damit er uns nicht beißen konnte.
Die Tierärzte führten mit uns das Gespräch, während Max sich ruhig verhielt, weil ihn keiner anfasste. Wir konnten ihn natürlich streicheln.

Wir bestanden auf der Beruhigungsspritze vor der eigentlichen Narkose.
Zum Anlegen des Halskragens mussten die Ärzte den Raum verlassen. Meine Freundin und ich hatten Mühe, Max den Kragen umzulegen, weil er sich so wehrte. Er wollte uns aber nicht beißen.
Dann habe ich den Arzt gerufen.
Max hat sich trotzdem so schrecklich gewehrt, dass er sich mit seinem Kragen in die Zimmerecke drückte, mit mehreren Personen musste er festgehalten werden, dass war schrecklich, etwas schlimmeres konnte ihm nicht passieren. Schon wieder schien er Todesängste zu durchstehen.

Endlich schlief er und konnte nun die eigentliche Narkose bekommen.

Dann folgten die Untersuchungen. Wir erhofften uns Aufschluss über sein Verhalten und erhielten Null Ergebnisse.
Weder das MRT noch die Gehirnwasseruntersuchung erbrachten eine Auffälligkeit.

Wir haben darüber eine Rechnung über 1.215,52 Euro vorliegen, von der Blasen-Operation eine Rechnung von 1310,78 Euro, und keine der Rechnungen ist bezahlt.
An bisher entstandenen Pensions- und Laborkosten sind bis heute weitere 500,00 Euro entstanden.
Wir können allein nicht mehr für weitere Kosten aufkommen.
Wir wissen aber auch nicht mehr, wie wir Max noch helfen können.
Und das ist das Schlimmste !

Nachdem die Untersuchungen ergebnislos geblieben sind, lassen wir Max zur Ruhe kommen und vermeiden aufregende Situationen.

Er soll jetzt wieder regelmäßig ausführt werden, einen unauffälligen Spaziergang hat es bereits gegeben, dabei wurden zur Sicherheit hohe Schuhe getragen.

Eine Lösung ist das jedoch nicht.

Vielleicht braucht Max auch nur unendlich lange, um sich von „früher“ zu erholten ?
Vielleicht hat er schlimme Dinge erlebt, die ihn traumatisiert haben ?
Geschehnisse, über die wir nie etwas in Erfahrung bringen werden ?
Es ist einfach nach seiner Ankunft bei uns viel zu schnell, viel zu viel passiert !
Während sich andere Hunde zunächst erholen können von ihrem alten Leben, musste Max krankheitsbedingt nur leiden.
Wie kann er uns vertrauen ?

Das Schlimmste ist die Ungewissheit !

Wir stehen das aber finanziell „alleine“ nicht durch, schon heute stellen die Tierarztkosten für uns ein riesengroßes Problem dar.

Max bittet um Hilfe, sich seiner zu erbarmen, und ein bisschen zu helfen:
Konto 40923 – BLZ 476 501 30 – Sparkasse Paderborn-Detmold –
Empf. Tierschutzverein Marsberg e.V. – Kennw. „Spende für Max“

Selbstverständlich kann eine Spendenbestätigung ausgestellt werden.

Vielen Dank !

Elke Heinemann
Tierschutzverein Marsberg e.V.

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