Verein für Schäferhunde und andere Rassen

Sonstige Informationen:


Lara`s Körper war voller Wasser, auch im Kopfbereich

Lara wartet beim Tierarzt auf ihre Behandlung

Lara im November 2010

Spendenaktion für die Schäferhündin Lara aus Madfeld auf der Frühjahrskirmes in Marsberg

Lara war fast tot, als wir sie in ihrer Familie abholten und auf schnellstem Weg in die Klinik brachten. Sie konnte kaum noch laufen und atmen, ihr Körper war voller Wasser. In einer Not-Operation wurde ihr die Milz entfernt, danach ging es ihr für wenige Tage besser. Die Gewebeuntersuchung erbrachte ein niederschmetterndes Ergebnis: Lymphdrüsenkrebs.

Diese Krankheit ist bei Hunden gut behandelbar. Für Lara wurde ein Therapieplan erstellt, die Behandlungsdauer geht über 6 Monate. Als wir Anfang Dez. 2010 mit der Krebstherapie starteten, ging es Lara sehr schlecht. Der Tierarzt erklärte uns, dass die Schäferhündin ohne Behandlung sterben müsste, sie hätte nur noch wenige Tage zu leben. Es war für uns selbstverständlich, dass wir Lara diese Chance zu überleben geben mussten. Sie reagierte von Anfang an sehr gut auf ihre Medikamente, ihr Befinden verbesserte sich zusehends. Fünf Therapiemonate liegen bereits hinter ihr. Aus der totkranken Schäferhündin wurde ein Powerhund, der kraftvoll an der Leine geht und kaum zu halten ist. Ihr magerer Körper hat sich wieder vollständig erholt. Bis Ende Mai müssen wir sie noch regelmäßig in die Klinik fahren. Nach der Behandlung bringen wir Lara in die Tierpension Hundeforum Athaba zurück, in der sie betreut wird.

An Lara`s Rettung sind viele Tierfreunde beteiligt, denn der genaue Zeitplan, der penibel eingehalten werden muss, erfordert regelmäßige Besuche beim Tierarzt. In diesem Winter gab es viele Schwierigkeiten, aber trotz Schnee und Eisglätte kam Lara immer pünktlich zu ihrer Behandlung. Mehrmals mussten wir, witterungsbedingt, einen Jeep für den Transport organisieren.

Die größten Mühen mit Lara liegen hinter uns. Aus der einstigen Todeskandidatin entwickelte sich eine agile Hündin mit viel Temperament. Lara hat einen sehr guten Charakter, es war alle Anstrengung wert, ihr zu helfen. Jetzt suchen wir Hilfe, die Tierarztkosten für Lara sind immens. Sollten wir sie wegen „Geldmangel“ sterben lassen ?

In grosser Not befinden sich fast immer Schäferhunde, ausgesetzt, vernachlässigt, vom Tod bedroht. Wir helfen Tieren in dieser Region, aber auch über Grenzen hinweg. Rico und Shiva wurden uns durch eine Behörde im Raum Kassel übergeben. Sie sind nicht die einzigen, die durch eine amtliche Stelle zu uns kamen und die wir in der Hundepension May Dog unterbrachten. Wir suchen auch Gast-Familien zur Unterbringung unserer Tiere. Momentan werden in Marsberger Familien unsere Welpen betreut, ein Dackelmischling, ein Malinois-Mischling und die ältere Schäferhündin Akona. Bis auf Akona, die einen Pflegeplatz auf Lebenszeit in Oesdorf besitzt, suchen alle genannten Tiere ein neues Zuhause.

In den Hundepensionen der Umgebung werden alle unsere Tiere liebevoll betreut. Wir haben aktuell 20 Hunde in der Vermittlung, einige Tiere wurden aus Tötungen gerettet, haben mit letzter Kraft den Weg zu uns gefunden. Als Partner der grossen Tierschutzorganisation ETN (Europäischer Tier- und Naturschutz) fühlen wir uns auch dem Tierschutz in anderen Ländern verpflichtet. Die Praktiken unserer europäischen Nachbarn, sich ihrer Hunde zu entledigen, sind brutal. Hier muss man einfach eingreifen, hier kann über unvorstellbares Elend nicht hinweggesehen werden. Verstörten, alten und kranken Tieren müssen wir einfach helfen. Wir prüfen jeden einzelnen Fall und erst wenn es aussichtslos ist, wenn Tiere umgebracht werden sollen, greifen wir ein. Aus den Canili des Todes, den Einrichtungen für Hunde in Italien, auch „Hundehölle“ genannt, haben wir 6 der allerärmsten Tiere übernommen, zwei fanden inzwischen den Weg zu neuen Besitzern. Aus Ungarn haben wir 5 Tiere aufgenommen, alles Todeskandidaten. Der kleine Rüde Apollo wurde von seinen ungar. Besitzern fast totgeschlagen.

Diesen hoffnungslosen Kreaturen, die nichts anderes kennen gelernt haben als unvorstellbares Leid, versuchen wir das zu geben, was andere ihnen genommen haben:
Würde und Lebensfreude.

Bitte helfen Sie uns dabei.

An unserem „Tierschutz-Stand“ auf der Kirmes bieten wir diesmal nicht nur Waffeln und Getränke an, sondern auch leckere Kuchen aus dem Backbuch von Monika Hofheinz, die uns ihre „Kunstwerke“ für die Tiere spendet. Außerdem gibt es allerlei an Deko- und Flohmarktartikel an unserem Trödel-Stand.

Ihre Spenden sind auch herzlich auf unserem Konto 40923 – BLZ 47250101- Sparkasse Paderborn, willkommen.
Tierschutzverein Marsberg e.V. – Tel. (0 29 94) 90 83 72 od. (0 15 1) 19 11 17 17


Lara geht es wieder gut
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