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Spendenaufruf:
Nur eine Operation kann helfen - Schäferhundrüde Jack schwer erkrankt
![]() Jack |
![]() Jack im Zwinger |
![]() Jack in der Tierklinik |
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Tod oder Leben für den erst 4 Jahre alten Schäferhundrüden Jack, der in einem verdreckten Zwinger in Marsberg-Essentho eingesperrt war. Seine kleine, erbärmliche Welt war sein Zwinger. Ein richtiges Hundeleben hat er nie kennengelernt. Seitdem er sich in unserer Obhut befindet, genießt er Streicheleinheiten und kleine Spaziergänge. Doch Jack kann nicht richtig laufen. Bewegung bereitet ihm Schmerzen. Ohne Operationen kann er nicht leben. Zur Abklärung seines Befindens wurden Röntgenaufnahmen bei unserem Tierarzt erstellt, weitere Abklärung durch CT (Computertomografie) und MRT (Kernspind) waren erforderlich. Deshalb fuhren wir mit Jack in ein Zentrum für Veterinärmedizinische Radiologische Diagnostik nach Holzwickede. Befund: Ellenbogen bds. abgerissener Processus anconaeus Hochgradige Arthrose rechts, mittelgradig links. Wirbelsäule: Bandscheibenvorfall mit gut hälftiger Spinalkanalstenose Den Bandscheibenvorfall an der Wirbelsäule lassen wir behandeln, wenn die Ellbogendysplasie (ED) durch Operationen abgeschlossen ist.
Als Erklärung:
Die Ellbogendysplasie kommt bei grossen, schnellwüchsigen Hunden vor. Sie ist
eine Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts. Hohes Körpermassewachstum, und
Jack ist ein sehr grosser Hund, sowie Fütterungsfehler, sind weitere
begünstigende Faktoren. Die Veränderungen am Gelenk und der gelenkbildenden
Knochenteile sind schmerzhaft, der Hund lahmt. Im allgemeinen bemerken
Tierhalter diese Veränderungen bereits bei einem jungen Tier und lassen es
sofort behandeln. Bei Jack wurden die Veränderungen leider nicht behandelt.
Einem Zwingerhund wird immer weniger Aufmerksamkeit entgegengebracht, wie einem
Haushund. Da die Krankheit lebenslang fortschreitet, befindet sich Jack mit
seinen 4 Jahren bereits in einem fortgeschrittenen Zustand. Das rechte
Vorderbein ist so stark betroffen, dass er es kaum mehr aufsetzt, er läuft auf
drei Beinen Durch den Abriss des Processus anconaeus befinden sich losgelöste
Skelett- bzw. Knorpelteile in den Ellenbogen, die einen ständigen Reiz auf die
Gelenkkapsel ausüben. Diese Teile sollen als erstes entfernt werden. Gegen das
Fortschreiten der Arthrose wird eine Goldakupunktur durchgeführt.
Jack ist ein lieber, fröhlicher Hund. Seitdem er menschliche
Zuwendung erhält, genießt er sein Leben in vollen Zügen. Er möchte immer dabei
sein, am liebsten im Haus leben, nicht mehr im Zwinger allein sein, er verhält
sich gegenüber Artgenossen sehr souverän, fährt gern Auto, könnte den ganzen Tag
"fahrend" verbringen Während der Wartezeit, ob im Auto oder beim Tierarzt,
verhält er sich ruhig.
Jack ist auch für uns ein schwieriger Fall, denn nach den Operationen darf er nur gezielt an der Leine laufen, darf sich nicht bewegen. Alle Maßnahmen werden sich über viele Monate hinziehen, weil er in absolute Ruhe muss. Er braucht fachliche Versorgung. Muss alle paar Tage zum Tierarzt, um die OP-Wunden versorgen zu lassen. Da er mit dem rechten Vorderbein nicht auftreten kann, wird dieses Bein zuerst operiert.
Jack hat nie ein gutes Hundeleben kennengelernt. Wir wollen es ihm ermöglichen. Wir wollen diesen armen Hund nicht einschläfern lassen. Bitte helfen Sie uns, damit wir die Operationen finanzieren können.
Für Ihre Hilfe bedanken wir uns.
Tierschutzverein Marsberg e.V. -
Spendenkonto 40923 - BLZ 472 501 01 - Sparkasse Paderborn - Kennwort: Jack
IBAN: DE92 4725 0101 0000 0409 23
SWIFT-BIC.: WELADED1PBN
Update:
04.11.2009 - Tierklinik Bielefeld:
Jack wartet geduldig im Wartezimmer auf seinen Termin. Wir
brauchen eine weitere tierärztliche Einschätzung - die dritte. Der Rüde läßt
sich problemlos orthopädisch untersuchen. Obwohl es sicher auch schmerzhaft für
ihn war, läßt er sich nichts anmerken. Jack lebt mit seinen Schmerzen, sie
gehören zum Alltag. Der Rüde ist voller Vertrauen, der Tierarzt zeigt sich
erstaunt über das freundliche Verhalten des Zwingerhundes. Wir erhalten
ausführliche Informationen über die anstehenden Operationen, insbesondere über
die Nachsorge, die wir selbst nicht regeln können, weil niemand von uns den Hund
betreuen kann.
In Bielefeld kann er nach der OP so lange bleiben, bis dass nach 10 Tagen die
Fäden gezogen werden. Danach werden wir ihn wieder abholen und in der
Hundepension weiter betreuen. Die Lösung erscheint uns als einzigste
durchführbar, Jack über die ersten wichtigen 10 Tage ohne Risiko über die Runden
zu bringen. Nicht möglich erscheint uns, Jack nach der OP sofort wieder
mitzunehmen, in der Pension unterzubringen, laufend mit ihm zu unserem Tierarzt
zu fahren um die Wundversorgung vornehmen zu lassen und dabei durch ein
ständiges rein und raus aus dem Auto dem Hund zu schaden. Deshalb haben wir uns
für die Tierklinik in Bielefeld entschieden. Jack wird am 12.11. dort operiert.
Er soll um 9,00 Uhr Morgens dort sein. Wir werden ihn schon sehr früh in der
Pension abholen um ihn wegzubringen. Von dem Moment an heißt es nur noch daran
glauben: Dass er die OP an beiden Vorderbeinen gut übersteht ! Dass er danach
wieder auftreten und laufen kann ! In den Wochen danach wird er sich nur
eingeschränkt an der Leine bewegen dürfen. Auch Physiotherapie muss
unterstützend eingesetzt werden. Erst wenn er die Ellebogen-Operationen
überstanden hat, können wir an den Rücken denken. Das wird der schwierigere
Einsatz. Doch wir sind guten Mutes und glauben daran, dass es für Jack nur
besser werden kann.
Allen, die an Jack denken, die ihm finanziell helfen, herzlichen Dank.
Wer eine Spendenbestätigung benötigt, bitten wir anzurufen, da aus den
Überweisungen oft keine vollständige Adresse hervorgeht:
Tel. (0 29 94) 908 372 od. 0151 191 117 17
Jeder kann sich auch nach Jack unter der obigen Telefonnummer erkundigen.
Update:
29.11.2009
Jack wurde am 12.11. in der Tierklinik Bielefeld mit Erfolg
operiert. Die Operation erfolgte am rechten Vorderbein, welches er kaum
benutzte, da er Schmerzen empfand. Von einer OP an beiden Beinen zugleich hatten
wir im letzten Moment abgesehen, um ihm keine Schwierigkeiten zu bereiten, falls
es Probleme geben sollte. Im Nachinein sollte sich diese Entscheidung als
richtig erweisen.
Die Operation ist gut verlaufen. Der Tierarzt sprach anschließend von einem dramatischen Geschehen im entzündeten Gelenk, ein großes, abgebrochenes Knochenfragment mußte entfernt werden, welches das Gelenk schädigte und für die Schmerzen verantwortlich war. Seitdem belastet Jack das rechte Vorderbein wieder. Die Heilung verlief zunächst normal, Jack sollte bis zur Entfernung der Fäden, welche die OP-Naht verschließen, in der Klinik bleiben. Als wir ihn nach 10 Tagen abholen wollten wurden wir informiert, dass sich bei Jack die Wunde ein Stück geöffnet hätte und der Klinikaufenthalt verlängert werden müßte. Jack, der sich mit seiner Ruhigstellung nicht abfinden konnte, muss sich stressbedingt zuviel bewegt haben. Wir gingen ca. 15 Minuten mit ihm spazieren, der operierte Ellebogen war bandagiert, wir konnten zu unserer Freude feststellen, das er auf "vier" Beinen lief. Heute, am 1. Advent, befindet sich Jack immer noch in der Klink. Bei einem Gespräch in den letzten 2 Tagen erfuhren wir von seiner Besserung, sodass wir davon ausgehen, ihn in der kommenden Woche zu uns holen zu können.
Update:
06.12.2009
Der arme Jack befindet sich immer noch in der Tierklinik. Vor 2 Tagen mußte sein Bein erneut operiert werden, durch eine Wundinfektion hatte sich sein Bein verschlimmert. Die Wunde wurde gespült und neu versorgt. Die Nachricht von gestern Abend erscheint hoffnungsvoll: Es ginge ihm besser. Wir glauben fest daran, dass er nun endlich genesen und entlassen wird.
Was aus Jack wurde -
Uns erreichen immer wieder Anfragen, deren Interesse unserem Schäferhundrüden
Jack gilt. "Was ist aus Jack geworden, lebt er noch, geht es ihm gut" sind die
Fragen, die uns gestellt werden. Wir möchten allen Tierfreunden danken, die sein
Schicksal verfolgt und ihm geholfen haben.
Und geholfen hat der ganze Aufwand letztendlich doch, wenn es auch zwischenzeitlich so aussah, als würde er sein Bein verlieren. Aber der Reihe nach:
Jack wurde operiert, verblieb zunächst in der Klinik, bis
dass wir sicher sein konnten, dass ihm nichts mehr passieren konnte. Wir
statteten seinen Raum in der Hundepension in Obermarsberg rutschfest aus und
bereiteten ihm ein Lager, von dem er sich allein wieder gut erheben konnte.
Alles wurde gut durchdacht. Am 14.12. holten wir ihn ab. Freudig kam Jack
zurück, sein operiertes Bein war spindeldünn und kahlrasiert. Doch er trat
bereits mit seinem Bein wieder vorsichtig auf.
Leider entwickelten sich die Dinge anders.
![]() Jack im Januar 2010 |
![]() Jack im April 2010 |
![]() Jack lebt jetzt in Bielefeld, sein Frauchen ist Tierärztin |
Am 27.12.09 brachten wir ihn wieder in die Klinik zurück. Das Gelenk des rechten Vorderbeines war dick geschwollen, Jack trat mit dem Bein nicht mehr auf, es hing an ihm wie ein "Fremdkörper". Offensichtlich hatte er Schmerzen. Als Ursache seines schlechten Befindes wurde eine Knochenverkeimung diagnostiziert. Es folgten umfangreiche tierärztliche Maßnahmen, wie Röntgen, Punktion, mehrere Spülungen des Gelenks, Bestimmung des Antibiotikums. In dieser Zeit hofften wir, dass sein Köprper auf das neue Antibiotikum ansprach und sein Bein nicht amputiert werden müßte. Jack zeigte sich stets freundlich, trotz aller Maßnahmen, denen er sich unterziehen mußte. In der Klinik hatte er seinen eigenen Fan-Club.
Dann endlich hatte er es geschafft.
Am 9.1.2010 durften wir ihn wieder abholen. In der
Hundepension gingen alle mit ihm um wie mit einem "rohen Ei". In jenen Tagen
hatten wir mit dem Winter zu kämpfen, Schnee und Eis waren Gift für Jack beim
laufen, es mußte sehr aufgepasst werden.
Dennoch, wir schaftten es, dass es ihm allmählich besser ging. Sein Bein war
immer noch dünn wie ein Strickstock. Am 9.2. mußte er in die Klinik zur
Nachuntersuchung. Während der vergangenen 8 Wochen, die Jack in der Klinik
verbrachte, verliebte sich eine Klinikärztin in Jack. Denn Jack ist ein
"Herzensbrecher". Am 9.2. behielt sie ihn gleich da und bot sich an, für Jack in
den kommenden Wochen die Pflegestelle zu sein. Sie wollte ihn fördern. Mit
Physiotherapie und Bewegung.
So kam es, dass unser Jack das große Los zog und in Bielefeld
seßhaft wurde. Noch immer befindet er sich in seiner Pflegestelle. Durch
berufliche Veränderung wird er in den kommenden Wochen nach Duisburg umziehen.
Sein neues Frauchen kommt gut mit ihm zurecht, widmet sich ihm aber auch so,
dass sie ihre gesamte Freizeit auf Jack eingestellt hat. Jack folgte ihr anfangs
bis unter die Dusche, hat sich ihr eng angeschlossen. Er begleitet sie zum
Dienst und bleibt während dieser Zeit in der Klinik. Dort befinden sich auch
weitere Hunde der Mitarbeiter. Jack verträgt sich mit Artgenossen, er akzeptiert
auch Katzen. Sein Bein ist wieder in Ordnung, hat sich durch das Training wieder
gut entwickelt.
Wenn er auch nie ein 100 % gesunder Hund sein wird, so ist es doch als Erfolg zu
betrachten, dass er eine Stunde am Stück gut laufen kann.
Bei der Jagd nach einem Hasen ist er sogar über einen Bach
gesprungen !
Von einer OP an der Wirbelsäule ist erst mal Abstand genommen worden. Zu
schwerwiegend waren die Eingriffe an seinem Bein, eine neue OP steht nicht an.
Jack ist in "fachlichen Händen", es wird ihm schon gut gehen, davon bin ich
überzeugt.
Elke Heinemann
